Star Wars: The Old Republic - Wächter der Dunkelheit

SW:TOR RP-Gilde auf Tulak Hord
 
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 Seryas (W)Orte von Licht und Schatten

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Serya

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BeitragThema: Seryas (W)Orte von Licht und Schatten   Mi 5 Feb 2014 - 19:42

Was mir so einfällt, mal kürzer, mal länger, mal Star Wars, vielleicht auch mal nicht, wir werden sehen. Kommentare und auch Kritiken sind immer gern gesehen.

Alle Sklaven fürchteten die Katakomben, auch wenn die meisten sie noch nie gesehen hatten, nicht einmal sicher waren, ob es sie wirklich gab oder ob es nur Schauermärchen waren um sie gefügig zu halten und die Angst vor ihrem Herrn und Meister zu schüren.
Lord Tarihn legte Wert darauf, dass seine Sklaven ihm blind gehorchten und Furcht war sein liebstes Mittel um das zu erreichen. Furcht und Schmerz.
Die junge Sklavin in der Mitte des Fackelkreises empfand im Moment beides in beinah perfekter Harmonie. Ihre Schreie füllten den hohen Raum fast zur Gänze, genau an dem Punkt zwischen Kreischen und Weinen. Nicht so melodiös wie die ihrer Mutter, aber durch die Jugend ihrer Stimme hatten sie dennoch etwas ganz besonderes. Er zupfte nur ganz leicht an einem der Fäden, den Schmerz etwas intensivierend, die Furcht etwas zurücknehmend und dann geschah es.
Es war als brächen aus der Brust des Mädchens flüssige Flammen hervor. Doch ihr zorniges Glühen war nur einen Moment lang zu sehen, ehe Furcht sie dunkel verdeckte wie Rauchschwaden, die immer dichter wurden. Kaum einen Lidschlag später wanden sich drei dunkle Schattenarme wie vom Wind gepeitschte Schleifen in seine Richtung. Der erste schlug nach ihm, während der zweite versuchte, sich um sein Bein zu schlängeln und der dritte etwas unentschlossen hin und her zuckte. Mit einer raschen Drehung zur Seite zog er seinen Fuß aus der sich formenden Schlinge und ließ den Schlag knapp an seiner Schulter vorbei gehen, doch der dritte Arm hatte nur auf diese Gelegenheit gewartet und schoß vor. Als er begann sich festzuziehen um den Rumpf des Lords ließ Tarihn die Fäden los und beinah augenblicklich lösten sich die Schattenarme in substanzlose Schwaden auf. Die junge Sklavin kniete keuchend in dem von Fackeln eingefaßten Runenkreis, die Hände aufgestützt, den Kopf gesenkt.
Einige Momente lang war ihr Atem das einzige Geräusch.

"Gut, sehr gut. Nun da du drei von ihnen auf einmal kontrollieren kannst, können wir daran arbeiten dir einen vierten zu entlocken."
Der Kopf des Mädchens flog nach oben und ihre Augen blitzten ihn an. Er wußte was sie sagen wollte noch ehe sie den Mund öffnete und er lachte.
"Oh meine Kleine, du hast wirklich noch viel zu lernen. Aber es ist dein eigenes Werk, dass du hier unten bist. Ich weiß dass es nicht das war was du suchtest in den Kellern, aber als du die Tür gefunden hast, hättest du sie nicht öffnen müssen. Du kanntest die Geschichten so gut wie alle anderen und du wußtest dass jedes Fehlverhalten bestraft wird. Und doch bist du nach dem ersten Schrecken zurückgekehrt."
Er ließ seine Worte einige Momente in der Luft hängen, genoß die Wut die von ihr ausstrahlte und langsam heißer wurde, weil sie im nicht wiedersprechen konnte.
"Du wolltest die Geheimnisse hier unten und obwohl du den Preis ihres Diebstahls nun kennst, willst du doch noch mehr.
Los, auf die Füße mit dir. Wir beginnen noch einmal von vorn."

Die Muskeln in ihren Armen spannten sich an und sie drückte sich hoch. Zwei Mal gaben ihre Beine unter ihr nach ehe sie es endlich schaffte sich vollständig aufzurichten. Noch bevor sie sicher stand schlangen sich die dünnen Fäden seiner Macht wieder um ihren Körper, ihre Hand- und Fußgelenke, ihre Taillie, ihre Beine, ihre Brust. Ein letzter wand sich um ihren Hals, einmal, zweimal. Fast sanft streichelte er über ihrer Wange ehe er sich in einer dritten Schlinge um ihren Hals legte und die Schmerzen wieder einsetzten. Es war wie nichts dass sie je zuvor gefühlt hatte, bevor sie die Katakomben betrat. Nichts erzeugte solche Schmerzen, nicht das Sklavenhalsband, nicht die Nervenpeitschen. Es war als würden sich seine Fäden direkt in ihr Selbst weben und den Schmerz einfach zu einem Teil ihrer Wirklichkeit machen. Nach nur wenigen Sekunden hörte sie wieder ihre eigenen Schreie von den Wänden hallen. Dann setzte die Furcht ein. Wie dunkle Schleier begann sie, sich um ihren Geist zu legen, sie abzuschneiden von allem Licht, bis ihr nichts mehr blieb außer Furcht und Schmerz, die sich in immer neuen Verhältnissen mischten bis die erwünschte Wirkung eintrat. Und es gab nichts, was sie dagegen tun konnte, rein gar nichts. Wenn sie es wagte sich in kleinen Dingen innerhalb des Kreises zu widersetzen, überwältigte er sie mit Schmerzen oder Furcht bis sie brach. Und wenn sie sich in größeren Dingen widersetzte ... Das eine Mal als sie es gewagt hatte, hatten Isheras Schreie die ganze Nacht lang alle im Haus wach gehalten, was ihnen beiden die Feindschaft fast aller anderen Bediensteten eingetragen hatte.
Und doch lag auch in seinen Worten Wahrheit. So sehr es schmerzte, so schwarz die Furcht auch war, was sie hervorbrachte faszinierte sie. Sie wollte mehr, viel mehr. Der Schmerz wich etwas zurück und die Dunkelheit der Furcht umgab sie tiefer, aber noch war das Equilibrium zwischen ihnen nicht erreicht und sie hielt sich zurück
Vier Arme. Ha! Wenn sie wollte konnte sie inzwischen fünf von ihnen kontrollieren, ganz ohne die Stimulation die er ihr angedeihen ließ. Es hatte kaum zehn Sitzungen gedauert bis sie erkannt hatte dass die Runen, die Fackeln, die Schmerzen und die Furcht nicht wirklich nötig waren um die Schatten zu wecken, wie er sie glauben machen wollte. Doch das behielt sie tunlichst für sich. So lange er glaubte ein junges, formbares, hilfloses Mädchen vor sich zu haben war er unvorsichtig, ließ sie hin und wieder allein im Runenkreis zurück wenn er sie ausgelaugt glaubte. Das war die Zeit auf die sie hinarbeitete und bald war es wieder so weit.
Schmerz und Furcht trafen sich in ihrem Innersten und brachten ihre Saiten zum Klingen, weckten das Feuer in ihr. Schnell überdeckte sie es, ließ die Schatten es verschleiern und wob sie zu vier Armen, oder gab zumindest vor es zu versuchen. Sie hielt den vierten absichtlich schwach, kleiner als die anderen drei die sie ein wenig unkoordinierter agieren ließ als beim letzten Mal. Es würde ihm ein Leichtes sein, ihnen auszuweichen, sie konnte es vor sich sehen, wie er sich drehen mußte, ein kleiner Schritt nur. Ebenso konnte sie sehen was sie hätte tun müssen um ihn einzukreisen, ihn fest zu halten, aber noch nicht. Ihre Angriffe gingen ins Leere, wie geplant. Schmerzen und Furcht blieben ihr erhalten, er war noch nicht zufrieden. Sie startete einen neuerlichen Angriff. Ein Arm nach links, einer nach rechts, der dritte zu einem kräftigen Schlag erhoben, der kleine vierte sich endlos windend, unkontrolliert. Doch er wich nicht nach hinten aus, duckte sich nicht unter einem der anderen Arme hinweg, er kam einen Schritt näher.
Ihr war als wäre sie urplötzlich zum Zuschauer degradiert. Ehe sie die bewußte Entscheidung getroffen hatte sah sie den kurzen vierten Arm vorstoßen um sich gnadenlos in die gebotene Öffnung zu bohren, ihren Herren zu durchstoßen und ihn büßen zu lassen für alles, sein Leben zu nehmen für das das er genommen hatte.

Sie wußte wie unglaublich dumm das war. 'Es ist eine Falle. Es muß eine Falle sein! Er würde nie einen solchen Fehler machen. Ich darf mich nicht entlarven, wenn ich unterliege würde ich alles verlieren was ich aufgebaut habe!' Doch so laut sie auch in ihrem Geiste schrie, das dunkle Feuer in ihrem Herzen ließ sich durch bloße Worte nicht ersticken.
Der Tentakel durchstieß die rote Haut ihres Herrn und sie konnte sein Keuchen hören, die Pein und die Angst erstarben, das Zeichen für sie aufzuhören. Es war egal. Gleich würde sie sein Herz erreichen und seine Schreie hören, seine Kraft würde in sie fließen. Je mehr sie ihn schwächte, desto stärker würde sie werden, bis sie ihn besiegen würde. Dann würde sie sich alles Wissen nehmen, das er ihr vorenthalten hatte und wenn sie die Gewölbe verließ, würde sie die Herrin sein. Sie konnte es deutlich vor sich sehen. So, genau so würde es geschehen. Er würde sie um Gnade anflehen und ihr alles geben wonach sie verlangte, bevor sie ihn tötete. Alle die ihr Böses getan hatten würden vor ihr nieder fallen und sie würde über sie herrschen. Alles was sie dafür tun mußte, war, mit den schwarzen Flammen zu tanzen. Schon streckte sich ihr Fuß, schob sich ihre Hüfte nach vorn. Es wäre so leicht, so leicht...
Schmerz ertränkte ihr ganzes Wesen und löschte ohne Mühe die glühenden Zungen die ihr eben noch versichert hatten dass sie unbezwingbar wären. Dieses Mal füllte ihr Schrei die ganze Halle, sie konnte die kunstvollen Echos hören, die die Architektur erzeugte und die ihr ihre Agonie noch bewußter machten. Reglos hing sie in der Luft, nur gehalten von seinen Fäden, die Schatten hinweggefegt von dem Schmerz. Kurz ließ er ihn abflauen, damit sie ihn hören konnte.
"Merke dir das gut, Sklavin. Wenn du die Hand gegen mich erhebst, ohne dass ich es dir befehle, mit der Absicht mir zu schaden, werde ich es wissen, egal wo du bist, egal ob du mich direkt beeinflußt oder einem anderen den Auftrag gibst. Und das wird deine Strafe sein."
Wieder ließ er nichts von ihr übrig außer Schmerz unauslöschlich, unerträglich, unendlich. Dann ließ er sie los und sie fiel zu Boden wie eine Marionette der man die Fäden durchgeschnitten hatte. Ohne ein weiteres Wort wandte er sich ab und ließ sie allein.
Sie lag still und versuchte ihre Lungen davon zu überzeugen, dass es besser war das Brennen zu ertragen als zu ersticken. Langsam, ganz langsam kroch ihr die Kälte der steinernen Bodenplatten in den Körper und sie hieß sie willkommen. Es tat so gut etwas zu fühlen, irgendetwas das die Erinnerung an diesen entsetzlichen Schmerz überdeckte.
So hatte Tarihn sie noch nie zugerichtet. Ihr ganzer Leib zitterte und sie schaffte es kaum sich auf den Rücken zu drehen um leichter atmen zu können und einen größeren Teil ihrer Haut der Kälte des Bodens auszusetzen. Was war das gewesen? Was war da mit ihr passiert? Hatte er sie manipuliert? War er in ihren Geist eingedrungen und hatte sie zu ihrer Tat verleitet um ihr diese Lektion erteilen zu können?
Einige Minuten lag sie nur da, atmete und versuchte sich einzureden, dass es so war. Doch so sehr sie es glauben wollte, sie wußte, dass es nicht der Wahrheit entsprach. Dieses schwarze Feuer war in ihr. War es ein Teil ihrer selbst? Konnte es sein das etwas so finsteres in ihr wohnte und sie es nie bemerkt hatte? Hatte sie es nicht bemerken wollen? War es das Wissen darum gewesen, das ihrer Mutter manches Mal diese Furcht in die Augen gemalt hatte wenn sie sie ansah? War sie verflucht, besessen? Angst ließ das Zittern ihrer Glieder stärker werden und sie zog die Beine heran, schlang die Arme darum, machte sich so klein wie möglich, während Tränen sich den Weg über ihre Wangen bahnten.
„Mutter“ flüsterte sie. „War ich es die dich getötet hat?“
Die Vorstellung allein ließ ihre Muskeln erneut verkrampfen, so unerträglich war sie ihr. Sie haßte Tarihn, ihren Sklavenmeister, für viele Dinge, aber für den Mord an ihrer Mutter doch am meisten. Und nun war sie sich nicht mehr sicher. Hatte er sie getötet in jener Nacht? Oder war sie es selbst gewesen? Hatte es sie damals schon nach den Geheimnissen hier unten verlangt? Und war ihr Hunger danach so groß gewesen, dass er die Schatten weckte und sie durch das Herz jener bohrte die sie statt ihrer zu erhalten schien?
Sie versuchte, sich die Geschehnisse ins Gedächtnis zu rufen, versuchte mit aller Macht sich zu erinnern. Die Kälte des Bodens ließ sie frösteln und der Schauer brachte wenigstens ein paar Fetzen der Erinnerung an die Oberfläche. Sie war barfuß gewesen, leise kleine Schirtte auf kaltem Stein, die Stufen hinab, tiefer und immer tiefer.
Ihre Lieder senkten sich und weitere Details kehrten zurück. Es war dunkel gewesen, so dunkel dass sie die Hand vor Augen nicht sehen konnte, doch sie hatte die Schatten noch nie gefürchtet und diese waren ... anders als alle denen sie zuvor begegnet war. Sie wirkten ... dichter ... weicher ... wärmer ...
Fast ... als wären sie lebendig!
Sie versuchte die Augen aufzureißen, doch es machte keinen Unterschied. Undurchdringliche Dunkelheit umgab sie, schloß sie ein und barg sie sicher. Es gab kein Entkommen, es gab nichts das ihr etwas anhaben konnte.
Ihr Herz pochte laut in ihren Ohren oder war es die Schwärze rings umher die ihr diesen Takt vorgab? Sie spürte ihren Fuß zucken, spürte wie ihre Beine, all ihre Glieder diesem Takt folgen wollten, eins werden wollten mit den Schatten. Wie mächtig würde es sie machen! Wer oder was sollte sie schrecken sobald sie Teil der Schatten war?
Doch was würde von ihr bleiben wenn sie sich dem hingab? Was würden die Schatten von ihr übrig lassen außer Fetzen und Erinnerungen die im Licht verblaßten?
Ein Zittern in dem überwältigenden Takt, fast wie ein Kichern. Kein Licht würde die Schatten jemals auslöschen können. Ihre Sorge war unbegründet. Es gab keinen Grund zu zögern.
Und doch zögerte sie und in ihrem Zögern spürte sie es. Etwas in ihr flackerte. Kaum dass sie sich dessen bewußt geworden war wurde es stärker. Aus dem Flackern wurde ein Glühen, aus dem Glühen ein Leuchten und aus dem Leuchten ein Brennen dass sie von Kopf bis Fuß erfüllte.
Sie streckte die Hand aus und ergriff eine Faust voll Schatten. Sie wanden sich, kringelten und schlängelten sich, doch sie ließ nicht locker drehte und wendete Finger und Hände, Arme, Beine und den ganzen Körper so dass sie nicht entkommen, sie aber auch nicht fesseln konnten.
Es war ein atemberaubender, extatischer Tanz, bis sie IHN zurückkehren spürte.
Rasch löschte sie die Flammen und beruhigte die Schatten, bis nichts von ihr übrig war außer ihr altes Selbst, kniend in Mitten der brennenden Fackeln.
Sein Blick als er herankam war mißtrauisch. "Was hast du getan?"
Langsam hob sie den Kopf und sah ihm direkt in die Augen. "Ich habe aus meiner Lektion gelernt, und mich auf die nächste vorbereitet ... Meister." Und mit dem letzten Wort senkte sie den Blick wieder auch wenn alles in ihr sich dagegen sträubte.
Sie konnte die freudige Spannung spüren die sie in ihm verursachte noch bevor er sagte: "Gut, sehr gut Schülerin, endlich bist du bereit."

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Zuletzt von Serya am Mi 2 Apr 2014 - 1:08 bearbeitet; insgesamt 11-mal bearbeitet
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Darth Belkar

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BeitragThema: Re: Seryas (W)Orte von Licht und Schatten   Do 6 Feb 2014 - 17:17

gefällt......weitermachen Wink

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Clectano

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BeitragThema: Re: Seryas (W)Orte von Licht und Schatten   Do 6 Feb 2014 - 18:14

*auf Fortsetzung wart und freu*

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BeitragThema: Re: Seryas (W)Orte von Licht und Schatten   Di 11 Feb 2014 - 23:19

Ein bißchen was neues. Ich hab den alten Eintrag editiert damit die Szene ganz bleibt.

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BeitragThema: Re: Seryas (W)Orte von Licht und Schatten   Di 18 Feb 2014 - 0:57

Und noch ein wenig mehr Wink

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BeitragThema: Re: Seryas (W)Orte von Licht und Schatten   Di 4 März 2014 - 22:57

A foot taping the beat, a finger keeping time with it at the thigh.
The melody setting in, a sweet voice intoning old, well known words.
The dance began. The streaching of an arm, the lifting of a foot. Each movement carefully crafted to fit the song and the energies it woke.
The song picked up speed and so did her dance. Gently bending fingers caressing threads of power, pulling them in, gathering them closer and weaving them into the figures, intertwining steps and song to become more than either alone.
She let go and could feel the singer doing so as well, neither needed concious thought anymore, music, movment and power carried them on. They could not have stopped even if they had wanted to.
It was like nothing else she knew. She could feel the danger, a misstep would kill her with so much power, surely, a wrong note would do the same to her just as easily. But she was not affraid. Her body knew what to do and tonight nothing would go wrong. She was safe, they were safe in the song and the dance.

Ein Fuß der im Rhythmus tappt, ein Finger der auf Höhe des Oberschenkels den Takt schlägt.
Die Melodie setzt ein, eine süße Stimme singt alte, wohl bekannte Worte.
Der Tanz begann. Das Strecken eines Armes, das Heben eines Fußes. Jede Bewegung sorgfältig angepaßt an das Lied und die Energien die es weckte.
Der Gesang wurde schneller und in gleichem Maß auch ihr Tanz. Sanft gebogene Finger streicheln über die Fäden der Macht, ziehen sie heran, sammeln sie, bringen sie näher heran und weben sie in die Figuren, verbinden Schritte und Noten zu mehr als eines davon allein.
Sie ließ sich fallen und spürte die Sängerin das gleiche tun, keine von ihnen brauchte noch bewußte Gedanken, Die Musik, die Bewegung, die Macht trugen sie weiter. Sie hätten nicht aufhören können, selbst wenn sie es gewollt hätten.
Es war wie nichts anderes das sie kannte. Sie konnte die Gefahr spüren, ein falscher Schritt würde sie töten bei so viel Kraft, mit Sicherheit, ein falscher Ton würde sie genauso leicht das Leben kosten. Aber sie hatte keine Angst. Ihr Körper wußte was zu tun war und heute Nacht würde nichts schief gehen. Sie war sicher, sie waren alle sicher, sicher in dem Lied und in dem Tanz.

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BeitragThema: Re: Seryas (W)Orte von Licht und Schatten   Mo 10 März 2014 - 9:39

Ein wenig Unsinn der mir durch den Kopf schoß.

Out of the blue
there dropped a shoe
Why, do you ask?
well there is a task
I will gratefully hand back to you
to tell me why there dropped a shoe
out of the sky and the blue

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BeitragThema: Re: Seryas (W)Orte von Licht und Schatten   Fr 28 März 2014 - 14:02

Uresha kniete unter dem Baum auf der kleinen Insel die sie und ihre Schwestern zu Hause nannten, auch wenn sie nicht hier wohnten natürlich. Sie hatte die Augen geschlossen und konzentrierte sich auf das Wasser.
Nichts geschah. Ihre Brauen zogen sich enger zusammen, der Ausdruck wurde etwas verbissener.
Leichte Wellen rührten sich.
Die zu Fäußten geschlossenen Hände zitterten leicht, so sehr spannte sie sich an um ihr Ziel zu erreichen.
Eine kleine Halbkugel bildete sich, sank aber zurück zwischen die anderen Wasserhügel ehe sie wirklich zu erkennen war.
Seufzend öffnete sie die Augen. Warum war das so schwer? Sie konnte Steine heben und fort schleudern die beinah so groß waren wie sie selbst, aber Wasser ...
Vielleicht wenn sie sich ihm mehr öffnete, es verstand...
Langsam ließ sie die Lieder wieder sinken und gab das Schild auf, das sie vor dem steten Regen Droumds schützte, ließ zu dass er den Stoff ihrer Tunika durchdrang und ihre Haut bedeckte. Spürte ihm nach wie er von ihren Schultern rann, über ihren Körper floß durch das Gras hin zum See und versuchte es erneut.

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BeitragThema: Re: Seryas (W)Orte von Licht und Schatten   Mi 2 Apr 2014 - 1:08

Die Szene in den Katakomben ist nun abgeschlossen. Wenn es weiter geht dann mit einer neuen Szene.
Ich würde mich sehr freuen, wenn ihr mir ein wenig was erzählen könntet, was euch an der Szene gefallen hat, wie ihr euch gefühlt habt beim Lesen und was für Fragen sich euch jetzt am Ende der Szene stellen. Smile

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BeitragThema: Re: Seryas (W)Orte von Licht und Schatten   Do 3 Apr 2014 - 12:14

Sind Szenen nicht eher Bestandteil von Dramen? xD

Also Fragen stellen sich mir ziemlich viele, denn du lässt vieles offen, was die Spannung natürlich erhöht. Ich mag deine bildhafte Erzählweise, vieles wird sehr genau beschrieben, lässt aber trotzdem noch Raum für die eigene Vorstellungskraft.
Ansonsten gefällt mir auch deine Struktur, du bringst eine gute Mischung verschachtelter Sätze und einfacher, klarer Sätze zustande.
Joa und dann finde ich die Hauptperson natürlich auch interessant, es wurde ja deutlich gemacht, dass sie selbst nicht unbedingt das arme hilflose Opfer ist, sondern sich durch Neu- und Machtgier selbst in diese Lage getrieben hat.

Fehlen tut dagegen etwas die Beschreibung der Personen und Räumlichkeiten, du sprichst zwar von Katakombenen und Kellern, von Fackeln, einer jungen Sklavin und einem bösen Lord, aber da fehlen meiner Meinung nach vllt. noch ein paar nähere Angaben. Aber vielleicht kommen die ja auch noch oder du überlasst auch das dem Leser.


Insgesamt sehr interessant und schön zu lesen. Smile
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BeitragThema: Re: Seryas (W)Orte von Licht und Schatten   Do 3 Apr 2014 - 22:20

Vielen, lieben Dank, Varis. Smile

Die fehlende Beschreibung der Katakomben ist tatsächlich Absicht, die fehlende Beschreibung der Personen allerdings ist eher ein Versehen. Ich weiß ja wie sie aussehen und habe einfach vergessen, dass das auf andere nicht zutrifft. Ich werde das hinzufügen, ob in diesem Teil oder in einem anderen, muß ich allerdings noch sehen.
Wie würdest du denn diese Schriftstücke nennen wenn nicht "Szenen"?

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BeitragThema: Re: Seryas (W)Orte von Licht und Schatten   Do 3 Apr 2014 - 22:55

Das war mehr scherzhaft mit den Szenen, nennen kannst du es wie du willst.^^
War halt nur darauf bezogen, dass Dramen (also die Texte) in Akte, Bilder und Szenen unterteilt sind. Du schreibst ja hier einen Prosatext, also eher eine Novelle/Kurzgeschichte bzw. ein Teil eines Romans. Von daher würde ich es eher Abschnitte/Absätze nennen und das Ganze eben ein Kapitel. xD
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BeitragThema: Re: Seryas (W)Orte von Licht und Schatten   Fr 1 Aug 2014 - 22:31

Dies ist eine rein hypotetische Szene Wink Und ein Schnellschuß, aber es wollte raus, wenigstens in der Kurzfassung.


Langsamen Schrittes ging sie durch die Räumen die ihr Zuhause gewesen waren. Sie waren unversehrt, als wäre nie etwas geschehen, als würde jeden Moment ... Waren das Schritte? Ihr Kopf flog herum und sie machte einen zitternden Schritt rückwärts, eine Hand zum Mund erhoben, ehe sie erkannte wer es war. Die schlanke Gestalt zitterte mindestens eben so sehr wie sie selbst und sie konnte spüren wie sehr es in ihr brodelte noch bevor sie sie anschrie.
"Warst du es?! Hast du es getan weil du Angst vor ihm hattest, Angst dass er mächtiger wird als du, Angst weil er anders war?!"
Sie ging mit ausgebreiteten Armen auf die Jüngere zu. "Ich habe ihn nicht gefürchtet. Ich habe ihn geliebt, genauso wie du."
Die Fäuste der Anderen trafen hart auf ihre Brust, doch sie wich nicht zurück, zog sie in eine Umarmung und ertrug den Schrei der sich mächtig der jungen Kehle entlang.
"Wie konnte er es wagen einfach zu sterben?! Ich wollte ihm beweisen dass ich besser bin! Ich wollte ihn zurückgewinnen! Und er geht einfach weg ... weg, einfach so..."
"Ich weiß, Urescha, ich weiß." Sacht streichelte sie den weißen Schopf und ertappte sich bei dem Gedanken dass selbst das Schluchzen der Kleinen leicht musikalisch klang. Es tat weh und doch fühlte es sich gut an ihr zu lauschen während sie sie in ihren Armen hielt und eigene Tränen auf ihren Wangen spürte.

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BeitragThema: Re: Seryas (W)Orte von Licht und Schatten   Di 31 März 2015 - 0:25

Stille. Komplett. Absolut. All umfassend. Sie öffnete den Mund um zu schreien, doch kein Laut drang aus ihrer Kehle in die Umgebung, so sehr sie sich auch anstrengte. Langsam kroch ihr die Stille durch die geöffneten Lippen in den Hals, in die Brust. Das einzige was sie noch hören konnte waren die Schläge ihres eigenen Herzens und gleich würde die Stille auch diesen Ort erreichen. Ein Schlag ... noch einer .... und ein letzter...
Keuchend schrak sie auf aus dem Traum. Sie war nicht mehr auf Natheema. Die normalen Geräusche der Behemoth waren überall um sie her. Erleichtert ließ sie sich zurückfallen und begann eine Atemübung um ihr rasendes Herz zu beruhigen. Ein ... aus ... ein ... halten ... aus ... aus ...
Sie spürte wie die Panik begann zusammen mit ihrem Atem aus ihr zu weichen, wie das Muster der Atmung für nichts anderes Platz ließ als sie ihre Konzentration ganz und gar darauf richtete.
Andere Muster begannen in ihr aufzusteigen, andere Übungen, Melodien, ganze Lieder, aber sie wollte die anderen nicht wecken.
Immer noch konzentriert auf ihre Atmung erhob sie sich, begann leichte Trainingskleidung überzustreifen, jede Bewegung angepaßt an den Rhythmus der Luft die durch ihre Lingen strömten. Dann schlich sie aus den Quartieren, so leise es ging, jeder Schritt im richtigen Takt durch die Gänge des riesigen Schiffes.
Mit halb geschlossenen Augen, die Gedanken immer noch mehr bei ihrem Atem und den Mustern als bei ihrem Weg, wollte sie eigentlich einen der Trainingsräume aufsuchen, doch kurz darauf sah sie sich dem schwebenden Monolithen gegenüber der den Sprachbereich des Konferenzsaales markierte.
Sie hielt nicht inne, trat an ihm vorbei in die Mitte und endlich, endlich erlaubte sie ihrer Stimme die Tönen zu formen die so sehr aus ihr heraus wollten.
Wie lang war es her dass sie Zeit gefunden hatte zu singen, sich von den Noten treiben zu lassen ohne das strenge Korsett das die täglichen Übungen ihr auferlegten? Sie waren wichtig, ja. Sie hatte gelernt wie wichtig und spürte nun wie sie ihren Kräften geholfen hatten zu wachsen, wie sie ihr in ihrer Improvisation halfen Struktur und Richtung zu finden in dem Chaos der möglichen Noten, es ihr ermöglichten zwischen Harmonie und Disharmonie zu unterscheiden.
Es war ein unglaubliches Gefühl, sich bewußt zu werden wozu sie in der Lage war, was sie alles erreichen konnte mit ihrer Stimme und der Kraft die darin lag. Jeder Ton eine Waffe, jeder Atemzug ein Versprechen von Macht. Wenn sie es nur wollte, wenn sie bereit war könnte sie alle überflügeln, sich hier und heute dieses Schiffes bemächtigen und allen zeigen wozu Shyrans Schülerin fähig war.
Einige Momente lauschte sie diesem Muster, spürte seinen verführerischen Schwingungen nach, ehe sie es systematisch in seine Einzelteile zerlegte. Sich noch einmal jeden Bestandteil eingehen betrachtete, das Selbstvertrauen, die Ambition, den Stolz, den Mut, den Kampfeswillen, die Risikobereitschaft und die Überheblichkeit, ehe sie jedem von ihnen einen Platz zuwies. Nichts davon versuchte sie zu verbannen oder zu verstecken. All diese Stimmen sprachen aus ihr, sie alle waren Teil von ihr, gehörten zu ihr. Für alle gab es einen Platz. Auch wenn sie bei einigen wohl noch eine ganze Weile brauchen würde, ehe sie den richtigen fand und so verhindern konnte dass sie im falschen Moment hervorbrechen würden. So wie die Frucht auf Natheema.
War es wirklich nötig gewesen die Sith so brutal außer Gefecht zu setzen? Hatte außer ihrer Frucht vielleicht auch die Eifersucht einen Teil beigetragen? War es Zeit einen anderen Weg einzuschlagen, ganz Schülerin zu werden und der Einheit den Rücken zu kehren?
Nein. Ihr Platz war in den Schatten. Stille war ein wichtiger Teil der Musik, sie wußte das und akzeptierte es, so wie ihre Stellung. Sie war genau dort wo sie hingehörte.

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BeitragThema: Re: Seryas (W)Orte von Licht und Schatten   Do 4 Jun 2015 - 23:15

Fragment eines Wiegenliedes:

Drip drap fällt der Regen in stetem Takt
Hier in der Heimat, hier auf Dortmund Kaas
Trip Trap gehen die Soldaten in stetem Takt
Hier in der Heimat hier auf Dortmund Kaas

Im Dschungel stehen dicht die Bäume
Erhellt von Blitzen Tag und Nacht
Sie reichen durch die Zwischenräume
Und halten ihre lange Wacht

Drip, drap ...

Den Wipfeln singen leis die Winde
Rastlos wandernd hin und her
Warten dass der Sturm sie finde
Auf dem großen grünen Meer


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BeitragThema: Re: Seryas (W)Orte von Licht und Schatten   Sa 24 Okt 2015 - 22:43

Ishera rannte, so schnell sie konnte. Sie tat das viel häufiger als es auf dieser Gift-verseuchten Welt gut für sie war, das wußte sie. Aber es war der einzige Weg sich ein wenig freier zu fühlen. Der Wind in ihrem Gesicht, auch wenn er das Bouquet eines sterbenden Hutten hatte, ließ sie alles vergessen außer dem Jetzt und Hier. Die Sorge um ihr Leute bei den bevorstehenden Angriffen unter dem Kommando unbekannter Sith. Die Dinge die sie mit ihnen besprechen mußte wenn die Kämpfe vorbei waren. Die Rätsel die Rin ihr aufgab, der Konflikt zwischen dem Risiko das sie darstellte und den Fähigkeiten die sie besaß. Und das über allem liegende Gefühl der Bedrohung, das sie seit Wochen nicht mehr losließ...
Das Rauschen des Windes in ihren Ohren begann sich zu verändern, Worte, Schreie, der Klang ferner Explosionen. Sie schüttelte den Kopf um die Eindrücke abzuschütteln. Es war immer das Selbe, immer vage, nie konkreter als Bedrohung, Trauer und Furcht, so sehr sie es auch versuchte.
Ein Schrei entrang sich ihrer Kehle, der Wind frischte auf und was an Bäumen in der näheren Umgebung noch genug Blätter hatte um ihm Widerstand zu bieten, bog sich knarrend und knirschend in den Böen. Einige Herzschläge lang genoss sie den Sturm, das Gesicht in den Himmel gereckt. Aber dann senkte sie das Haupt und ließ das Gefühl los, den Sturm verebben. Sie hatte es versprochen. Und sie würde ihr Versprechen halten. Langsamen Schrittes machte sie sich auf den Weg zurück zur Basis.

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BeitragThema: Re: Seryas (W)Orte von Licht und Schatten   Sa 12 Dez 2015 - 16:40

Mit sicherem Schritt bahnt sie sich den Weg durch die vertrauten Gänge, das Labyrinth in dem die vielen Kleinode ruhen. Es wimmelt von Charakteren aller Art, überall ist es eng ob der vielen Leute. Ohne Hast aber mit der gebotenen Eile, schlängelt sie sich hindurch, holt das Gewünschte oder führt die Suchenden an ihr Ziel. Und fast immer hat sie ein Lächeln auf den Lippen, dass sich in den Gesichtern derer spiegelt an denen sie vorüber geht.
Und wenn das Labyrinth in Wirklichkeit auch nur ein Buchladen ist und die Suchenden nur Menschen wie du und ich, so bleibt doch sie, in sich, die freundliche Hüterin der Schätze auf Papier.

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BeitragThema: Re: Seryas (W)Orte von Licht und Schatten   So 14 Feb 2016 - 21:37

Es war eine Schnapsidee, eigentlich nicht mehr als ein schönes Traumbild. Von solchen hatte sie früher viele gehabt. Sie hatten kaum je länger gehalten als einen Abend, die dünnen Seifenblasen zerplatzt beim ersten Wörtchen der Kritik. Und obwohl es nur so kleine, unwichtige, flüchtige Dinge waren, tat es jedes Mal weh. Ganz besonders wenn es einmal mehr ihre Mutter war, der sie mit leuchtenden Augen davon erzählte, die ihr Einwände entgegen warf ohne ihr einen Ausweg zu bieten.
Es hatte sie gelehrt eine Nacht über ihre Ideen zu schlafen und die meisten von ihnen nicht zu verfolgen. Die meisten starben, gingen ein in ihren Ängsten. Einige kamen immer wieder, aber blieben klein, nicht mehr als hübsche Scherben. Überbleibsel, Erinnerungen an schöne Träume.
Diese neue Idee würde kaum anders sein.
"Traum um Traum nehmen sie dir und zerbrechen ihn, bis du aufgibst." Eine Klassenkameradin hatte es ihr in den Ordner geschrieben. Sie selbst hatte nur ein Wort darunter gesetzt: Niemals
Und da spürte sie, dass sich irgendetwas geändert hatte.
Die Stimme ihrer Mutter in ihrem Geist brachte Einwände, die ihres Mannes mahnte zur Vorsicht, doch das Traumbild blieb. Es weigerte sich einfach zu zerbrechen. Es stresste sie. Es war verrückt, es wäre besser er würde kaputt gehen wie alle anderen auch. Aber er ging nicht fort. Und ganz leise meldete sich eine neue Stimme und brachte Möglichkeiten vor. Zaghaft, zögerlich, unsicher, noch ungeübte, aber da.
Vielleicht war es noch nicht der richtige Traum, aber er war nahe dran und er hatte ganz deutlich eines gezeigt: Etwas hatte begonnen sich zu ändern. Sie war stärker geworden und begann zu verstehen wer sie war und was sie wollte.
Und sie war unendlich dankbar dafür.

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BeitragThema: Re: Seryas (W)Orte von Licht und Schatten   Fr 16 Dez 2016 - 13:39

Grau und dumpf hing der Himmel über den Strassen, von überall her klang Musik und Stimmengewirr. Bunte Buden säumten die Wege und die vielen Menschen die stehen blieben um sie sich anzusehen machten ein Vorankommen schwierig. Wer konnte nahm andere Wege, etwas ruhiger, etwas weniger überfüllt aber noch viel grauer und trosloser ohne jäglichen schmuck, gesäumt nur von Galsfassaden hinter denen Träume aufgebaut waren, gut zu sehen aber schwer zu erreichen.
Mit gesenktem Kopf und gegen die Kälte hochgezogenen Schultern bahnte sie sich ihren Weg durch die Trostlosigkeit. In der Mittagspause, auf dem Sprung, schnell noch eine Sache zwischen zwei anderen erledigen. Den Blick nur gehoben um den besten, schnellsten Weg um ein Hindernis herum zu finden.
Die drei kleinen Bäume wirkten kahl auf den ersten Blick, wie die großen, astlosen Plantanen die bis fast um den Stamm einbetoniert ein Spalier bildeten für den Rest des Weges. Schon wollte sie den Blick wieder senken, als ein weißes Fleckchen ihre Aufmerksamkeit faßte und hielt.
Konnte das sein?
Sie ließ den Blick oben während sie näher kam und fand noch mehr, entlang der bloßen Äste, kleine, weiße Büschel, zerzaust und ausgefranst.
Waren das wirklich?
Noch ein paar Schritte brachten sie unter die Zweige, ließen sie erkennen was sie von weitem nicht hatte glauben können.
Und sie lächelte.
Blüten waren es, echte, wirkliche Blüten, weiß mit feinen, viellagigen, winzigen Blättchen und gelb, herrlich strahlend gelb in der Mitte. Sie zogen sich an den unteren Ästen entlang und Gott hatte ihnen nichts besseres zu tun gegeben, als geplagte, gehetzte Seelen mit Freude zu erfüllen, ehe sie, verwundert und beglückt, wieder ihren Weg antraten.
Kindergleich streckte sie die Finger um das Wunder einmal zu berühren, es in ihrer Selle zu verankern und beschloss, zu versuchen es den Blüten gleich zu tun.
Der nächste Schritt trug sie unter den Ästen fort, doch der Kopf blieb oben und das fröhliche Kinderlächeln, unbeschwert und frei, lag nun tief in ihrem Innern und strahlte nach außen.

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BeitragThema: Re: Seryas (W)Orte von Licht und Schatten   Do 19 Jan 2017 - 22:05

Das Tal lag fast komplett im Dunkeln. Schatten drückten sich Nicht länger in den Ecken sondern wucherten über Felsen, Klippen und Sand, wuchsen aus Überhängen und Höleneingängen. Das einzige was an diesem anders war, war die Geschwindigkeit mit der er sich bewegte. Trotzdem fiel er unter all den anderen kaum auf, ehe er sich von der tiefen Schwärze eines Höhleneinganges verschlucken ließ.
Hier nun wurde deutlicher, dass er nicht war wie die anderen. Während von ihnen nicht mal ein Seufzen zu hören war, verursachte dieser in den verzweigten Gängen leichte Echos. Sohlen auf Stein, Geräte die bei raschen Schritten gegen den Körper schlugen.
Schließlich endete der Gang in einer Kammer, voller umgestürzter Statuen, FSälen und Felsen. Ein kurzer Moment der Stille, als der Schatten inne hielt, dann wurde ein Lichtschwert gezündet. Feuriges Licht füllte die Halle, beinah als hätte die Sonne sich entschieden unter der Erde aufzugehen um zu sehen was ihr sonst verborgen blieb.
Dann zerriß ein Schrei die Stille. Wut, Angst und Frustration die sich Bahn brachen. Schwert und schatten-umhüllter Körper kamen wieder in Bewegung, huschten und tanzten durch den Raum, über und unter Hindernissen, oder mit fließenden Schlägen durch sie hindurch. Die ganze Halle füllte sich mit Staub, Splittern und dem Geruch von angesengtem Stein.

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